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8,7 % Prämienplus 2003
Pressemeldung 7. Mai 2004

Geschäftsbilanz 2003

Plus 8,7% Gesamtprämieneinkommen 2003, deutliches Prämienwachstum im ersten Quartal 2004.

Im Jahr 2003 betrug das Gesamtprämienaufkommen der Raiffeisen Versicherung bei einem Plus von 8,7% 648,4 Mio. Euro. 90,2% davon stammen aus der Lebensversicherung (+8,0%), 5,8% aus der Unfallversicherung (+6,3%), 3,3% aus der Kfz-Versicherung (+ 29,2%) und 0,7% aus dem Bereich Sachversicherung (+50,2%). Gemessen an den laufenden Prämien steht die Raiffeisen Versicherung weiterhin an der Spitze der österreichischen Top Ten Lebensversicherer.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres verzeichnete die Raiffeisen Versicherung einen deutlichen Anstieg des verrechneten Prämienvolumens gegen laufende Prämie von 22,4% auf 213,7 Mio. Euro - bei Berücksichtigung der Fondgebundenen Lebensversicherung inklusive der staatlich geförderten Pensionsvorsorge sogar ein Plus von 24%.

Nach Sparten aufgegliedert bedeutet das folgende Steigerungswerte im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres: + 22,6% in der klassischen Lebensversicherung (199,4 Mio. Euro), + 10,2% in der Unfallversicherung (10,3 Mio. Euro), + 34,1% in der Sachversicherung (8,4 Mio. Euro), + 59,2% aus der Fondsgebundenen Lebensversicherung inklusive geförderter Pensionsvorsorge (13,6 Mio. Euro).

„Mit diesen Werten liegen wir weit über dem Marktdurchschnitt, der sich bei Steigerungswerten zwischen 8 und 10% einpendelt.“, freut sich Dr. Sedlnitzky, Vorstandssprecher der Raiffeisen Versicherung, und meint weiter: „Neben der Qualität unserer Produkte und Services sind es vor allem auch unsere wirklich hervorragenden Imagewerte, kombiniert mit der Sympathiekomponente – die Raiffeisenbank hat unter den österreichischen Geldinstituten die weitaus höchsten Sympathiewerte – die solche Erfolge ermöglichen.“

Starker Trend zur klassischen Lebensversicherung bei jungen Kunden – Stärkung der 3. Säule des Pensionssystems

Der auch im ersten Quartal 2004 wieder deutlich erkennbare Aufschwung in der klassischen Lebensversicherung bestätigt den Weg der Raiffeisen Versicherung, im Bereich Rentenversicherung mögliche Zukunftsperspektiven aktiv mitzugestalten.

Das jetzige hohe Ausgabenniveau bei Pensionen (Österreich: 14% des BIP) und die damit verbundene budgetäre Belastung werden sich angesichts zunehmender Alterung der Bevölkerung noch weiter verschärfen. Die Alterssicherungssysteme werden in ihrer heutigen Form unzulänglich. „Wir erachten die Pensionsharmonisierung und in Folge die Einführung eines Pensionskontos daher für enorm wichtig für unsere Kunden.“, so Dr. Sedlnitzky.

Aussagekräftig ist in diesem Zusammenhang auch die veränderte Altersstruktur der Kunden: Zählen bei den Bestandskunden rund 20% zu den unter 30jährigen und 2% zu den unter 20jährigen, so sind bei den Neuabschlüssen bereits 60% aller Kunden unter 30 Jahre alt. „Der Kunde hat ganz eindeutig erkannt, dass der Abschluss einer Lebensversicherung schon in frühen Lebensjahren nicht nur empfehlenswert, sondern eine absolute Notwendigkeit ist, wenn ich meinen Lebensstandard auch in der Rente aufrecht erhalten will.“, kommentiert Dr. Sedlnitzky diese Tendenz. „1996 bezahlten wir an 173 Kunden eine Rente, heute befinden sich bereits 3.906 Verträge in der Auszahlungsphase.“

Die Pensionsharmonisierung - ein Lösungsansatz

Die von Politik, Wirtschaft und in den Medien heftig diskutierte Pensionsharmonisierung ist für Dr. Sedlnitzky eine wichtige Voraussetzung dafür, ein den heutigen Anforderungen gerecht werdendes Rentensystem aufzubauen. Neben dem primären Ziel eines solchen Systems, ein angemessenen, leistbares und nachhaltiges Alterseinkommens zu gewährleisten und dem sekundären Ziel, positive Effekte für die Wirtschaft zu schaffen, muss es oberste Prämisse sein, dass jeder zumindest das bekommt, was er eingezahlt hat - plus einer inflationsangepassten Mindestverzinsung.

Dr. Sedlnitzky führt die Idee des in Europa üblichen 3-Säulenprinzips mit einem staatlichen, einem betrieblichen und einem privaten Teil fort und sieht, basierend auf einer Theorie von Weltbankdirektor Prof. Dr. Robert Holzmann, die ideale Struktur eines Rentensystems noch um eine Säule erweitert:
Die erste, zentrale Säule ist beitragsorientiert. Bei einer Pensionsharmonisierung werden die bereits erworbenen Ansprüche per Stichtag eingebracht und voll angerechnet.
Die zweite Säule beinhaltet alle Arten der betrieblichen Vorsorge. Sie setzt sich aus einem obligatorischen Teil, der MVK, und einem freiwilligen Teil zusammen. Dabei kann es sich um eine Firmenpension handeln oder um sonstige betriebliche Zusagen.
Die dritte Säule umfasst alle Arten der freiwilligen, privaten Vorsorge wie Rentenversicherung, geförderte Lebenspension, Lebens-Aktie, eine fondsgebundene Lebensversicherung oder ähnliches.
Die vierte, oder Sozial-Säule steht streng genommen am unteren Ende des Pensionssystems. Sie ist entweder in Form einer beitragsfreien Sozialpension für bedürftige ältere Menschen oder in Form einer beitragsfreien Volkspension für alle Bürger denkbar.

Das Pensionskonto als logische Folge der Pensionsharmonisierung

Das Pensionskonto bringt für alle Mitglieder des Systems Übersichtlichkeit und Transparenz in ihrer Rentenplanung. Auf einer einzigen Plattform werden objektiv und benutzerfreundlich alle bestehenden Vorsorgemaßnahmen einer Person aufgelistet und es wird auf einen Blick erkennbar, wie hoch die zu erwartende Rente der jeweiligen Person ist, bzw. aus welchen Teilen sie sich zusammensetzt. „Heute wissen beispielsweise 84% der Frauen nicht, wie hoch ihre gesetzliche Pension sein wird – und genau das kann durch die Einführung des Pensionskontos sehr einfach gelöst werden.“, ist Dr. Sedlnitzky vom großen Nutzen dieser Plattform überzeugt.

Mögliche Teilnehmer des Pensionskontos sind alle Anbieter der ersten Säule (z.B. ASVG, BVA etc.) sowie die Anbieter von kapitalgedeckten Systemen der zweiten und dritten Säule wie z.B. Versicherungen, Pensionskassen, Mitarbeitervorsorgekassen etc. Dr. Sedlnitzky definiert das Pensionskonto: „Es handelt sich dabei also nicht um ein Wettbewerbsinstrument, sondern vielmehr um eine Plattform, die wir Anbieter von Vorsorgeprodukten gemeinsam zum Vorteil der Kunden und im Sinne der Transparenz und Übersichtlichkeit des Vorsorgeplanes jedes einzelnen entworfen haben.“

Rückfragen zu diesem Thema: Raiffeisen Versicherung AG – Presseservice Tel.: (+43 1)211 19-3233 E-Mail: ulla.arias-vicioso@raiffeisen-versicherung.at

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